Apokalypse Liebestod

Jede Liebe wird mit Blut bezahlt

Sehnsucht, Begehren, Verlangen –
Eifersucht, Macht, Herrschaft –
Tod und Vernichtung! Und dann?

Das Mysterium der Liebe ist das Mysterium des Todes und der Wiedergeburt. Auf zum Brandherd der Seele, zu den Höllenfeuern Deiner Konflikte in die Tiefe der Erde! So viele Liebende gibt es, Kessel, Unterwelten, Liebesgrotten, Zaubertränke. So viele Tode. Und nirgends Logik.

Lieben ist die Welt befruchten, ist Konflikt zur Einheit. Ist Schmerz und Freude, Rache und Vergebung, Krieg und Frieden. Liebe ist ewiger Hass aus ewiger Tiefe. Schließlich baden im eigenen Blut – das Heil!

Ich spiele meinen errungenen Reichtum. Bin ich verrückt?

Nur ein Tod und ein Leben, eine Traurigkeit und ein Glück war ihnen gemeinsam gegeben.

Gottfried von Straßburg, Tristan, Vers 11443

Apokalypse Liebestod

Ein offenes Film – und Theaterprojekt

Seit 2021 läuft unter der Leitung von Olaf Rauschenbach das offene, soziokulturelle Film- und Theaterprojekt “Apokalypse Liebestod”. Thema ist die oft als schmerzvoll und verletzend empfundene Beziehung zwischen den Geschlechtern – innerhalb einer Partnerschaft und in der Gesellschaft.

Die Textvorlage der gemeinsamen Gruppen- und Einzelarbeit ist der Versroman “Tristan” von Gottfried von Straßburg aus dem 13. Jahrhundert. Wir arbeiten zunächst bis Ende 2022 an einzelnen Video Clips. Ab November 2021 kannst Du die erste Ergebnisse in der Bibliothek bei Gandre Asterios Heid sehen.

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Aktuell hat sich eine generationsübergreifende Gruppe am Ammersee Westufer gefunden. Möchtest Du dabei sein? Du hast die Möglichkeit Dich in Deinem Zeitrahmen und mit Deinen Möglichkeiten, in die gemeinsame Arbeit einzubringen. Bei Interesse oder Fragen, nimm gern Kontakt auf. Ich melde mich umgehend bei Dir.

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Auch besteht die Möglichkeit, die Arbeit mit dem Schauspielworkshop Poesie des Scheiterns zu  verbinden.

Ich spreche nicht von den gewöhnlichen Menschen –
wie etwa jenen von denen ich höre, daß sie
kein Leid ertragen können
und immer nur in Freude leben wollen.
Zu solchen Menschen und zu dieser Lebensauffassung
paßt was ich sagen will, nicht.

Gottfried v. Staßburg, Tristan, Vers 50 - 55