UPDATE 07.10.2023

Mit tiefem Schmerz, mit Trauer und Wut gedenke ich der Massaker/Pogrome im Süden Israel/Palästinas am heutigen Tag.
Zuletzt wurden in deutschen Vernichtungslagern so viele Menschen mit jüdischen Wurzeln oder jüdischem Glauben ermordet. Niemals war oder ist das ein Befreiungskampf, egal wie ich diesen Mord etikettiere. Ziel war und ist die Vernichtung der Juden.
HANDELN WIR HEUTE ANDERS ALS UNSERE GROSSELTERN!
Widersetzen wir uns als Weltbürger jeder Form von ideologischem und religiösem Fanatismus.

It is with deep pain, sadness and anger that I commemorate the massacres/pogroms in the south of Israel/Palestine today.
The last time so many people with Jewish roots or Jewish faith were murdered in German extermination camps. This was never or is never a liberation fight, no matter how I label this murder propagandistically. The goal was and is the extermination of the Jews.

LET US ACT DIFFERENTLY TODAY THAN OUR GRANDPARENTS DID!
As global citizens, let us oppose every form of ideological and religious fanaticism.

Danke für Deine wertvollen Gedanken. Danke das Du Dir die Zeit genommen hast.
Mist, da ist etwas schief gelaufen. Magst Du es noch einmal versuchen? Oder Du sendest uns eine e-mail an [email protected]

Example Vol. I

Jeder hat sein Auschwitz oder kann Musik die Welt retten?

Stimmen zum Film:
… hier ist Geschichte eigenes Leben …
… gewagter Perspektivwechsel, aus Erinnerung wird Gegenwart …
… Musik, Bilder und Gespräche führen direkt zu Dir heute …

Der Film zu einer Nürnberger Begegnung.

Nürnberg ist bekannt für Lebkuchen und Rostbratwürste. Viel schwerer wiegt Nürnbergs Geschichte. Aus den Alltagsproblemen ragten einst Propagandaveranstaltungen heraus: Nürnberger Reichsparteitage. Einer  demonstrierte den Triumph des Willen, der Nachfolgende war Bühne zur Verkündung von Rassengesetzen im Namen der Freiheit. Sie sollten Unmenschlichkeit in geltendes Recht verwandeln. Ein geringer Teil der Verbrechen und selbst erhobener Übermenschen wird Jahre später dennoch verurteilt – in den Nürnberger Prozessen.

Das Antlitz der Stadt hat sich seitdem verändert. 2023 treffen dort ein australischer Opernsänger, eine junge Sopranistin aus Uruguay und ein Enkel der einstigen Täter aufeinander – vereint um ein immer unbegreifliches menschliches Handeln und die Frage, wie es unser Leben beeinflusst. Was kann daraus erwachsen? Was kann die Musik dabei bewirken? Im Mittelpunkt liegt ein Buch mit der Magie zeitloser Gültigkeit: Victor Frankl, Trotzdem JA zum Leben sagen, Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager.

Aus den gemeinsamen Treffen entstand die Masterarbeit (Musiktheater SoSe 2023, Klasse Prof. Susanne Kelling) des Bass Bariton James Young, an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Die den Film prägenden Gesangselemente wurden während der Präsentation Ende Juni 2023 mit einfachem Equipment aufgenommen. Weiterhin setzten wir einige unserer Gespräche schauspielerisch in Szenen um. Auf der erinnernden Ebene sind filmische Dokumente zu sehen, die auch verstörend wirken können. In unseren Begegnungen waren diese stellvertretend präsent, durch die Arbeit der Historikerin Gitta Sereny (Gespräche mit dem Henker, Franz Stangl und die Morde von Treblinka).

Am Ende bleiben uns Wunsch und Hoffnung, zur Heilung unstillbarer Wunden beitragen zu können, wenigstens ein wenig. Mit Musik aus tiefen Seelen und dem wahrhaftigen Eingeständnis der eigenen absoluten Fehlbarkeit.

Von unserer Begegnung im heutigen Nürnberg erzählt der Film.

Genre: Musikfilm, Kurzfilm
Spieldauer: 26 Minuten (mit Abspann)
Format: FHD
Produktionsjahr: 2023
Kopieformate: Download, DVD, Blue Ray,

Mit:
Bass Bariton: James Young
Sopran: Josefina Legarra
Bratsche: Ellie Harrison
Klavier: Denette Whitter
Lichtinstallation Aufführung: Maximilian Reubel

Assistentin: Annika Vogl
Kamera, Ton, Montage, Spielleitung, Dramaturgie, Buch: Olaf Rauschenbach

Das Erfahrungsprojekt WENN ICH EIN VOGEL BIN – DIE POESIE DES SCHEITERNS:
Wir erschaffen Mythen. Dein Leben mit seinen unglaublichen Begebenheiten ist nicht weniger. Du selbst bist die Erzählung. Den Focus richten wir auf Deine Lebenswunden, Krisen oder Misserfolge und dem, was daraus erwachsen konnte und kann. Normalerweise zeigen sich  Menschen von ihrer „besten“ Seite; im Video, im Selfie, in jeder Form von Selbstpräsentation.  Als hätten sie ewige Macht. Wir verzichten auf die Fassade, von der jeder weiß, das sie nicht einmal die halbe Wahrheit zeigt.
Anlass und Produkt dieser Arbeit ist der gemeinsame, Grenzen zurück lassende, kreative Prozess. Ein medial auswertbares, bezeugendes Ergebnis kann dabei übrig bleiben. Wir möchten Dich ermutigen Scheitern und die fantasiereiche Erzählung dessen, als zutiefst menschliche Qualität zu begrüßen. Versuchen wir Momentaufnahmen die Menschen als das zeigen, was sie sind: verletzliche und verletzende Wesen. Nutzen wir dafür unsere Fantasie. Mehr Information findest Du hier:

Jeder hat sein Auschwitz