poesie des scheiterns
Wenn ich ein Vogel bin2023-10-02T12:52:34+00:00

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Wenn ich ein Vogel bin – Die Poesie des Scheiterns

13 Begegnungen; Kurzfilme, Performances und Rituale, Monologe und Dialoge

Tradiere Deine Geschichte! Erschaffe Deinen Mythos!
Dein Leben mit seinen unglaublichen Begebenheiten ist nicht weniger.

regnabo: Ich werde König*in sein.
Regno: Ich herrsche.
regnavi: Ich habe die Krone verloren.
sum sine regno: Ich habe keine Macht mehr.

Irgendwann will jede:r mal,
raus aus seiner Haut.
Irgendwann denkt jede:r dran,
wenn auch nicht laut.

Renft Combo, 1974

Wenn ich ein Vogel bin – Die Poesie des Scheiterns

WENN ICH EIN VOGEL BIN
DIE POESIE DES SCHEITERNS

13 Begegnungen; Kurzfilme, Performances und Rituale, Monologe und Dialoge

Unseren Focus richten wir auf Lebenswunden, Krisen oder Misserfolge und dem, was daraus erwachsen konnte und kann. Ziel dieser Arbeit ist die künstlerische Auseinandersetzung mit Dir selbst; für den Blick auf das eigene Drama aus der Vogelperspektive. Partnerschaft, Sex, Religion, Arbeit, Alltag, Gesellschaft – wie verrinnt Dein Leben? Tradiere Deine Geschichte! Erschaffe Deinen  Mythos. Dein Leben mit seinen unglaublichen Begebenheiten ist nicht weniger.

SOZIALES INTERESSE, GESCHICHTE(N), GLAUBE UND KUNST BILDEN EINE EINHEIT.

  1. Das initiale Ereignis ist kreatives Erinnern. Daraus entstehen individuelle Texte; Monologe oder Dialoge.
  2. Diese Erfahrung erhält in der Fantasie begreifbare Gestalt; Bilder, Formen, Farben, Szenen, Aktionen, Töne, Rituale. Wir spielen.
  3. Fantasie wird Wirklichkeit. Dein Medium kann der Film sein, die Performance oder ein stilles Ritual.
  • Als Plattform für die Kurzfilme oder Performances entsteht ein eigener Internetauftritt.
    Weiterhin erscheinen die Monologe und Dialoge als Sammlung (VERSAGEN / Texte) in einem Verlag.
  • Bewerben kann sich jeder Mensch, unabhängig von Alter, Herkunft oder sonst einer Einschränkung, Meinung oder Überzeugung.

Scheitern ist ein Schritt hin zum Erfolg. Erfolg ist ein Schritt hin zum Scheitern. Wie Tod hin zum Leben.
Wer Scheitern als die unheilvolle Krise fürchtet und wertet, handelt anders, als jemand der Scheitern als Übergang in eine andere Existenz kennt.

VERSUCHEN WIR MOMENTAUFNAHMEN, DIE MENSCHEN ALS DAS ZEIGEN WAS SIE SIND: VERLETZLICHE UND VERLETZENDE WESEN. SO GESTALTEN WIR GESELLSCHAFT.

Wir möchten Menschen ermutigen Scheitern und die fantasiereiche Erzählung dessen, als urmenschliche Qualität und Ressource zu begrüßen.

DR. WOLFANG HARTL, KUNSTHISTORIKER, GEB. 1965
Wolfgang ist seit seiner Geburt spastisch gelähmt und für jede Tätigkeit auf Assistenz angewiesen. So verbringen wir seit 2017 gemeinsam viele Sonntage beim Frühstück. Parallel zum BR 2 Radioprogramm (Katholische Welt und Evangelische Perspektiven) entstand ein intensiver, interdiziplinärer Gedankenaustausch. Wolfgang ist bei uns der Fachmann für die Bildsprache.

ANNIKA VOGL, SPOPRANISTIN (M.A.), STIMMTRAINERIN, GEB. 1992
Annika studierte an der Hochschule für Musik in Nürnberg Operngesang im Bereich Musiktheater. Sie fing als Studentin Feuer für meinen spezifischen Arbeitsansatz und assistiert seit ihrem Studienende fachbezogen immer wieder bei aktuellen Projekten. Annika ist bei uns die Fachfrau für die Stimme.

OLAF RAUSCHENBACH, HOCHSCHULDOZENT, PRODUZENT SOZIOKULTURELLER, CROWDFINANZIERTER FILM- UND THEATERPROJEKTE, REGISSEUR, SCHAUSPIELER, GEB. 1970
Olaf (ich) ist/bin das bindende Glied und die treibende Kraft in unserer projektbezogenen Initiative. Sowohl Konzeption und Organisation, als auch jede künstlerische und technische Umsetzung der gemeinsamen, stets partizipativen Arbeit verantworte ich persönlich.

UNSER THEMA
Wiederkehrendes Scheitern scheint unausweichlicher Bestandteil menschlicher Entwicklung. Manche bezeichnen das als Trauma und seine Folgen. Andere sprechen von Karma. Dem gegenüber steht die Vision der menschlichen Vollkommenheit als DNA unserer Zivilisation. Sie führt im Verständnis von Unfehlbarkeit, Vorherrschaft und Überlegenheit, zwangsläufig zur Ausbeutung aller verfügbaren Ressourcen. Scheitern hingegen ist Ausdruck gewagten Lebens ohne Versicherung und nivelliert jeden Unterschied. Im tiefen Fall ist Mensch wieder Tier.

UNSERE MOTIVATION
Wer Scheitern als die unheilvolle Krise fürchtet, beurteilt und abwehrt, handelt anders, als jemand der Scheitern als Übergang in eine neue persönliche Existenz kennt. Jeder Mensch trägt Wunden, kennt Misserfolg und Einsamkeit. Aus diesem Mutterboden erst gedeiht Glück, ohne immer neue Dinge haben zu wollen. Hier ist Mensch unverwechselbar, einzigartig und schön. Dazu bedarf es Mut und Unterstützung. Wir versuchen Momentaufnahmen die Menschen als das zeigen, was sie sind: verletzliche und verletzende Wesen. Davon berichten auch die Mythologien und Religionen der Welt. Wir können uns sensibel in die Welt einfügen. Machen wir uns den Zusammenhang zwischen Ökologie, Ökonomie, Wissenschaft, Kunst und Spiritualität wieder bewusst.

1 KREATIVES ERINNERN / SOZIALES INTERESSE
Das initiale Ereignis ist der Moment des kreativen Erinnerns: erzählen, reflektieren, empfinden, bewegen; in der Form eines Interview vielleicht. Hier richten wir uns nach dem individuellen Bedürfniss. Ohne Wertung, ohne Urteil, ohne Ratschlag oder Intervention; im durch wenige Fragen strukturierten, reaktionsfreien, sicheren Rahmen, hören wir Dir mit ungeteilter Aufmerksamkeit zu. Egal was Du von Dir offenbarst. Aus dieser Begenung entsteht eine Textfassung, die solange geschrieben wird, bis Du Dich darin wieder findest. MONOLOGE ODER DIALOGE

2 FANTASIE GESTALTEN / SPIRITUALITÄT
Später erhält die Erinnerung auf der Basis des Textes in Deiner Fantasie eine begreifbare Gestalt; Bilder, Formen, Farben, Szenen, Aktionen, Töne, Rituale. Hier existieren keine Grenzen. Diesen Prozeß setzen wir mit poetischen, mythologischen sowie religiösen (Sprach) Bildern und/oder auch Texten und geschichtlichen Bezügen in Beziehung. Wir nehmen nur das, was von Dir selbst als Impuls kommt und bleiben in beratender, reflektierender, strukturierender Position. SPIELEN

3 INSZENIERTE WIRKLICHKEIT
Zuletzt machen wir die Fantasie zur Wirklichkeit. Ich nenne das „bezeugende, dokumentarische Inszenierung“. Dein Medium kann der Kurzfilm sein, die Performance oder ein stilles Ritual. Du bleibst bleiben Schöpfer*in und Akteur*in. Wir geben Struktur und die Sicherheit eines professionellen Arbeitsablaufes … ohne eine bevormundende (ökonomische) Zielsetzung zu verfolgen. KURZFILM, PERFORMANCE ODER RITUAL

Normalerweise zeigen sich Menschen von ihrer „besten“ Seite. Wir verzichten auf die Fassade, von der jeder weiß, das sie nicht einmal die halbe Wahrheit zeigt.

  • Es wird 13 dieser 3teiligen Begegnungen geben, für die jeweils 1,5 Monate geplant sind.
  • Sowohl einzelne Menschen, als auch Kleingruppen mit bis zu 5 Teilnehmer*innen und ihren ganz individuellen Themen stehen im Mittelpunkt einer Begegnung.
  • Beispielhaft haben wir einige Begegnungen als Anschauungsmaterial dokumentiert.
    • JEDER HAT SEIN AUSCHWITZ
    • NEFYRA

DEIN BLICK AUF DEIN LEBENSDRAMA AUS DER VOGELPERSPEKTIVE
Ziel dieser Arbeit ist die künstlerische Auseinandersetzung mit Dir selbst. Partnerschaft, Sex, Religion, Arbeit, Alltag, Gesellschaft – wie verrinnt Dein Leben? Aus Deiner persönlichen Erfahrung heraus kannst Du vielleicht erkennen und weitertragen, was Kunst aus unserer Perspektive ursprünglich vermag:

  • Deinen persönlichen Erkenntnisprozess begleiten
  • einen intensiven Dialog stiften
  • Widersprüche und Leid tragen helfen
  • Wissen speichern
  • Deine eigene Geschichte tradieren

Kunst unterstützt Dich, die Verantwortung für Dein Leben selbstbestimmt auf Dich zu nehmen. Du kannst einer schicksalserduldenden Opferhaltung entsagen, in der Kunst eine unterhaltende Ablenkungsfunktion inne hat. Wir betrachten die Dokumentationen aus unserem Projekt daher nicht als Unterhaltungsware. Wir zeigen scheiternde Menschen so, das andere davon partizipieren können. Diese Offenheit ist unbequem.

Konsument*innen der quasireligiös vermarkteten Unterhaltungsindustrie, können auch sich selbst ermächtigende Akteur*innen sein – aus ihren Beschränkungen heraus, ihrem Leid, ihrem Scheitern. Wir möchten Menschen ermutigen, ihre Projektionen auf Andere zu sich zurückzunehmen.

MITMACHEN
Du bist in jeden Arbeitschritt aktiv gestaltend selbstverantwortlich involviert. Wir als Veranstaltende des Projektes organisieren den Rahmen und die Struktur, geben Orientierung, Rückmeldung und ermöglichen eine fachbezogene, professionelle Umsetzung der entstehenden Ideen. Menschen aus allen Lebensbereichen und Altersstufen haben die Möglichkeit zur Teilnahme. Weder Vorerfahrungen noch elitäres Fachwissen sind nötig. Ferner besteht die Möglichkeit, bei der finalen Dokumentation anderer Begegnungen als Deiner eigenen, technisch oder künstlerisch mitzuwirken. Eine Bewerbung ist ab sofort hier möglich. Als einziges Auswahlkriterium gilt, wie wir es schaffen den gegenseitigen Kontakt zu gestalteten. Ist eine offene Kommunikation möglich?

GESEHEN WERDEN
Wir bezeugen unsere Begegnung in Form Deines individuellen Kurzfilmes. Dafür wird es einen eigenen Internetauftritt geben. Weiterhin erscheint Dein Monolog oder Dialog in einer Textsammlung (VERSAGEN/Texte) in einem noch zu benennenden Verlag. Auch kann aus unserer Begegnung eine Performance entstehen, die regional aufgeführt wird. Wie Du magst. Darüber hinaus ist es möglich Deinen Kurzfilm vielleicht auf verschieden Festivals einzureichen. Und je nachdem was entsteht, begleiten wir Deine Arbeit auch über regionale Medien.

Du hast Fragen?

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Oder nutze einfach das Kontaktformular für Deine zunächst formlose Bewerbung. Wir nehmen dann zeitnah Kontakt zu Dir auf:

Danke! Wir melden uns so schnell wie möglich bei Dir. Manchmal sind wir auch gerade auf einem Seminar, dann kann das auch wenige Tage dauern.
Mist, da ist etwas schief gelaufen. Magst Du es noch einmal versuchen? Oder Du sendest uns eine e-mail an [email protected]
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In Produktion: Drei Frauen / Webserie

Konzept: Wenn ich ein Vogel bin / Veranstaltungsreihe und Webserie

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